18. Oktober 2021
2021

Jahresbericht 2020/2021 Naturfreunde Winterthur

Liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde

Unser Verein, die Schweiz und die ganze Welt war und ist nach wie vor von der Covid-19 Pandemie betroffen. Da physische Treffen in grösseren Gruppen und überhaupt Vereinstätigkeiten ab Ende 2020 bis ins Frühjahr 2021 nicht gestattet waren, hielten wir unsere Generalversammlung zum ersten Mal schriftlich ab. Die Abstimmungs-Beteiligung der Mitglieder war dabei ähnlich wie die physische Teilnahme an Generalversammlungen der letzten Jahre. Herzlichen Dank an den Vorstand und alle Helfenden, die mich beim Erstellen und Versand der Unterlagen und später beim Auszählen und Protokollieren unterstützt haben.

Der Frühling lockte bald unsere Mitglieder aus dem Haus auf nahe, bekannte oder oft auch auf neu entdeckte Wanderwege. Wer über soziale Medien vernetzt ist, konnte so manchen Wanderausflug wenigstens in wunderbaren Bildern mitverfolgen.

Die ersten Lockerungen erlaubten noch immer keine Vereinsanlässe, aber wenigstens wieder private Treffen in Gruppen bis max. 15 Personen. Mündlich liess ich dazu aufrufen, Wanderleiter*innen doch privat zu kontaktieren und sich zu erkundigen, ob sie etwas unternehmen. So fanden einige private Treffen und Wanderungen unter Naturfreunden statt.

In zwei Vorstandssitzungen, einer Funktionärsversammlung, einer Mitglieder- und der schriftlichen Generalversammlung wurde das Vereinsgeschehen abgehandelt.

Mit viel Engagement und Herzblut der Leiter und Leiterinnen wurden die Wanderungen, Ferienwochen, Kajaktouren und weitere Anlässe geplant, organisiert und wenn möglich durchgeführt.

Das Albanifest, der 1. August Brunch und auch die Reise nach Irland mit Fritz Renold mussten erneut abgesagt und ins Folgejahr verschoben werden. Das OK des Grossanlasses hielt umso mehr daran fest, unsere NFW Sommertour durchzuführen. Das Projekt aus dem letzten Jahr wurde aus der Schublade genommen, der Feinschliff verpasst und endlich war es Ende August soweit: Über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stiegen am Samstagmorgen in den Knöpfel-Car Richtung Solothurn, wo einige Chaux-de-Fonniers zu uns stiessen. Zur abwechslungsreichen Aare-Schifffahrt wurden wir als erste Überraschung durch den Jodelgesang von Margrit Egger und Anita Giger begrüsst. Neben einem feinen Mittagessen genossen wir die musikalische Unterhaltung von Margrit Egger und Cali Flores. Sie brachten uns einen bunten Mix aus schweizerischen und südamerikanischen Klängen mit. Anschliessend gab es eine Stadtführung in Solothurn. Wir übernachteten in der Jugendherberge in Avenches. Am Sonntag standen drei verschiedene Programme für jeden Geschmack zur Verfügung. Zwei Gruppen trafen schlussendlich in Murten ein und stiegen just in den Car ein, als es innert Sekunden anfing in Strömen zu regnen. Glücklicherweise war das bald vorbei, sodass wir auf dem Heimweg als letzte Überraschung an diesem durchwegs gelungenen Wochenende in Praz einen Zvierihalt auf einer Gartenterrasse am See geniessen konnten.

An der Familien- und Erlebniswanderung «Chäferliweg» oberhalb Illgau im Muotathal nahmen neben Mitgliedern auch einige am Verein Interessierte mit Kindern teil. Bei schönstem Wetter wanderten die 9 Kinder zwischen 4 und 14 wacker den abwechslungsreichen, mit Chäferli gesäumten Weg hinunter und suchten motiviert die verloren gegangenen Chäfer.

Erneut durften wir uns in der Trotte Wülflingen mit persischen Gerichten und in Guntalingen mit dem traditionellen Raclette verwöhnen lassen. Herzlichen Dank an Marcel Frank, Mortaza Ghazvini, Fritz Renold und ihre Teams für diese kulinarischen Köstlichkeiten und die Bewirtung.

Leider wurden wir auch in diesem Jahr nicht vor Todesfällen bewahrt. Behaltet bitte unsere verstorbenen Mitglieder in freundschaftlicher Erinnerung. All unseren gesundheitlich angeschlagenen Mitgliedern wünsche ich rasch gute Besserung und hoffe, dass wir sie bald wieder unter uns haben werden.

Ich freue mich, für die Naturfreunde Winterthur tätig zu sein. Gerade in dieser schwierigen Pandemie-Zeit zeigt sich, dass Hilfsbereitschaft und Kameradschaft gut gepflegt werden und wo immer möglich auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommt. Gerne setze ich mich weiter für diesen tollen Verein ein.

Auch wenn es eine längere Pause gab und immer wieder Anlässe abgesagt werden mussten, möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Vorstands- und OK-Mitgliedern, Wanderleitungen, Funktionären, Delegierten, Helfer*innen und Heinzelmännchen/-weibchen im Hintergrund ganz herzlich bedanken. Ohne all diese motivierte, freiwillige Arbeit würde der Verein nicht funktionieren. Zudem danke ich meiner ganzen Familie für die Unterstützung und ihr Verständnis.

Trotz der besonderen Umstände soll unser Angebot attraktiv bleiben. Dies ist nur möglich, wenn wir freiwerdende Posten im Vorstand und Funktionärskörper wieder besetzen können. An dieser Generalversammlung haben wir die Redaktion des «Berg frei», die Leitung des Ressorts Senioren sowie eine Revisorin oder einen Revisor zu wählen. Engagiert euch, macht Werbung für die Naturfreunde oder stellt euch im Vorstand oder als Funktionäre zur Verfügung. Wenn du dir vorstellen kannst, Teil dieser Gemeinschaft zu sein, melde dich unbedingt bei mir.

Den Wirtsleuten vom Restaurant/Kafi Burehus in Seen und dem Restaurant Obergass in der Altstadt möchte ich besonders danken für die kostenlose Benutzung ihrer Räumlichkeiten sowie für die zuvorkommende und aufmerksame Bedienung. All unseren Inserenten ein grosses Dankeschön für die finanzielle Unterstützung des «Berg frei». Werte Mitglieder, berücksichtigt die Inserenten unbedingt bei euren Einkäufen und Restaurantbesuchen und erwähnt auch einmal, dass ihr Naturfreundin oder Naturfreund seid. Für eure Vereinstreue auch während der Pandemie bedanke ich mich herzlich!

Nun freue ich mich auf ein abwechslungsreiches Vereinsjahr 2022. Dabei hoffe ich auf möglichst wenige Einschränkungen und Absagen aufgrund der Pandemie, auf schöne, unfallfreie Wanderungen, gut besuchte Veranstaltungen, und viele gesellige Stunden im Kreis der Naturfreunde Winterthur.

Ein herzliches Berg frei

Andrea Schwengeler
Präsidentin, Naturfreunde Winterthur

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