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Berichte

Wanderung Stein am Rhein – Diessenhofen, 25. August 2015

Nach einem verregneten Wochenstart vertraut eine ansehnliche Wanderschar auf Petrus und unsere Wanderleiterin Margrit Ochsner. Gelöste Billette werden verglichen und beim Lösen einer Fahrkarte bockt der Automat. Solche Tücken kosten Zeit, der Passagier hat das Nachsehen, der Zug ist weg!

Einmal nicht durch den malerischen, stets mit vielen Touristen bevölkerten Teil des Städtchens Stein am Rhein, sondern ohne den Fluss zu überqueren, wandern wir durch die gepflegte Wohnsiedlung ans Rheinufer. Kurz vor unserem Znünihalt im Restaurant des Campingplatzes Wagenhausen lässt eine gusseiserne Inschrift auf dem Weg unsere Schritte stocken. Von der Quelle 230 km, bis zur Mündung 1009 km, so lautet die Innschrift. 1238,8 km lang ist der Rhein. Beim Weitermarsch sind wir wieder vollzählig. Mit einem späteren Zug und einem flottem Marsch gelangt auch Erika wieder zu uns. Bald zweigt der Weg in ein Waldstück ab, den „Tschungel“. Die Wehrmänner im 2. Weltkrieg haben diesen Wald so benannt, da es stets dunkel, nass und modrig war. Hier war auch ein Munitionsdepot zur Panzerabwehr, nahe der Eisenbahnbrücke Singen-Etzwilen gelegen. Eine Gedenkstätte erinnert an das tragische Minenunglück im Jahre 1944, wo zehn tapfere Soldaten ihr Leben verloren und viele verletzt wurden.

Bei Rheinklingen (alter Name Reichlingen) bietet sich ein wunderschöner Rastplatz am Gestade des Hochrheins zum Verweilen an. An der wärmenden Sonne oder am Schatten unter einem Baum geniessen wir unsere Köstlichkeiten aus dem Rucksack. Gestärkt wandern wir dem ruhig dahin fliessenden Rhein entlang mit Blick auf das gegenüberliegende Ufer. Das klare, in verschiedenen Farben schimmernde Wasser scheint auch den unzähligen Enten zu gefallen. Ein Blässhuhn mit ihren zwei Jungen hält im Nest „Siesta“. Schon bald erblicken wir die gedeckte Holzbrücke von Diessenhofen, die 1816 eröffnet wurde. Wir durchschreiten den imposanten Turmbogen und lassen uns in der lauschigen Gartenwirtschaft bewirten. Diessenhofen hat seine mittelalterliche Struktur behalten, was wir beim Durchqueren des Städtchens auf dem Weg zum Bahnhof sehen können. Das Wappen von Diessenhofen geht auf die Kyburger zurück. Zwei gelbe Löwen auf rotem Grund.

Thurbo bringt uns nach Stein am Rhein, das Postauto via Hüttwilen und Warth nach Frauenfeld, wo wir uns gesund und gutgelaunt verabschieden. Herzlichen Dank an Margrit, sie hat uns durch Naturschönheiten entlang dem Hochrhein geführt.

25.08.2015/rt

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