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Berichte

Schneeschuhtour auf den Blässchopf

Insgesamt zehn Schneeschuhläuferinnen und Schneeschuhläufer machten sich am Sonntag, 25. Januar, auf ins Toggenburg, unter kundiger Leitung von Urs Trinkler. Schon die Fahrt mit Thurbo und Postauto führte durch frisch verschneite Landschaften, was bei uns natürlich die Vorfreude steigerte.

Hinter der Kläranlage bei Stein SG legten wir die Schneeschuhe an, testeten das Barryvox und stiegen nach kurzem Weg auf der Fahrstrasse in den Hang ein. Schneefall und ein laues «Gülle»-Lüftchen begleiteten uns auf dem ersten, steilen Abschnitt. Ab und zu konnten wir blauen Himmel zwischen dem Gewölk erblicken. Aber die Sonne wollte den ganzen Tag hindurch nie auf uns scheinen, wenn auch andere Hänge und Bergflanken immer wieder im Sonnenlicht leuchteten. Die Lichtverhältnisse waren entsprechend diffus und sehr stimmungsvoll.

Glücklicherweise hatte es zuvor kräftig geschneit, und Urs konnte für uns in den unberührten Schneehang vorspuren. Eine richtige Unterlage gab es allerdings keine. Manchmal bewegten wir uns zwei Schritte vor und einen zurück, weil der Schnee unter den Schuhen abrutschte. Je höher wir stiegen, desto besser wurden die Verhältnisse. Abgesehen vom Nebel: den Gipfel konnten wir nicht erkennen, bis wir praktisch schon oben waren.

Unweit des Gipfels hielten wir kurze Mittagsrast. Urs hatte dazu ein windstilles, lauschiges Plätzchen am Waldrand ausgesucht. Bei den kühlen Temperaturen konnten wir trotzdem nicht zu lange im Schnee sitzen oder stehen. Ein kleines Häppchen, ein Schluck warmer Tee und schon ging’s weiter. Der Weg über verschneite Wiesen und Lichtungen war traumhaft schön. Die Bäume waren von Raureif und Neuschnee weiss überzogen. Weit und breit war niemand zu sehen, nur zugeschneite Spuren von anderen Schneebegeisterten.

Beim Abstieg vom Blässchopf verzettelte sich die Gruppe etwas: die einen stürzten sich draufgängerisch in den weichen Pulverschnee, die anderen stiegen etwas vorsichtiger ab. Hin und wieder plumpste die eine oder andere in den weichen Pulverschnee, es nahm aber niemand Schaden (abgesehen von einem zerbrochenen Stock…). Schlussendlich trafen wir uns alle wieder, um die letzten Höhenmeter zur Kläranlage zu überwinden. So schloss sich der Kreis, und in der Bäckerei in Stein belohnten wir uns mit Kaffee und Kuchen – oder anderen Leckereien – für die Anstrengungen des Tages. Danke, Urs, für die wunderschöne Tour.

2019  Naturfreunde Winterthur