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Berichte

Samstag:

Gruppe Marcel: Nach der problemlosen Anreise am Vormittag, dem Hotelbezug und dem Mittagessen in unserem Hotel Alpha Soleil, sind wir bereit für die erste Wanderung. Sie führt zuerst über den Fluss Kander und weiter auf einem schönen und gut begehbaren Weg zum Aussichtspunkt „Uf der Höh“ hinauf. Obwohl das Wetter sehr wechselhaft ist, sehen wir das grossartige Panorama, welches den Talkessel abschliesst. Vor uns sehen wir das Dorf Kandersteg, welches wir in einem weiten Bogen, auf einem sanft abfallenden Weg, nach 2 Stunden wieder erreichen. Hier endet die Wanderung, aber auf dem Weg zurück ins Hotel werden bereits die ersten Cafés und Konditoreien inspiziert.

Sonntag:

Gruppe Marcel: Das Wetter ist recht schön und so wird das Gällihore, welches imposant das Tal abschliesst, zum Ziel ausgewählt. Nach einer stündigen Wanderung erreichen wir die Talstation und fahren mit der Gondelbahn nach Sunnbüel hinauf. Ein steiler Aufstieg bringt uns rasch über die Baumgrenze. Die Aussicht wird mit jedem Höhenmeter noch schöner. Die Meisten besteigen auf einem sehr steilen Weg noch den Gipfel und dann geht es weiter auf einem sehr langen Höhenweg über den Üschengrat. Nochmals ein steiler und unausweichlicher Aufstieg und wir stehen auf dem höchsten Punkt der Bergtour, der „Wyssi Flue“. Auf einem wortwörtlichen „Dreckweg“ geht es anschliessend zum Schwarenbach hinunter. Unterwegs sehen wir noch eine grosse Kolonie von Steinböcken. Vor dem Restaurant müssen die Grasbüschel noch massenweise zum Schuheputzen herhalten. Bis zur Gondelbahn zurück ist es noch ein recht langer Weg und wir sind nicht sicher, wann die letzte Fahrt ins Tal ist, also wird ein zügiger Schritt angeschlagen, damit es reicht. Den Weg zurück ins Hotel ersparen wir uns und fahren mit dem Ortsbus, dank dem gut gelaunten Chauffeur direkt vor die Hoteltüre!

Gruppe Andrea: Arvenseeli (Rundwanderung)
In einer Stunde wandern wir am International Scout Center in Kandersteg vorbei zur Luftseilbahn und fahren ins Sunnbüel hoch. Auf breitem Wanderweg wandern wir durch eine Freiluft-Kunstausstellung, umgeben von herrlicher Bergwelt rund ums Arvenseeli. An einem leider ausgetrockneten Nebenseelein des Arvenseeli halten wir ausgiebig Mittagsrast. Gestärkt und ausgeruht geniessen wir den Rückweg zum Sunnbüel. Einige fahren direkt zurück zum Hotel, andere geniessen noch einen Kaffeehalt im Restaurant bevor wir zurückkehren.

Gruppe Mortaza: Arvenseeli (Rundwanderung)
Von der Bergstation der Luftseilbahn Sunnbüel aus wandern wir bei herrlichem Sonnenschein ganz gemütlich auf einem sehr schönen und breiten Wanderweg bis zur Abzweigung zum Arvenseeli. Weil der Abstieg zum Arvenseelein aber sehr steil ist, entschieden wir uns für den oberen, etwas einfacheren, allerdings längeren Wanderweg. Unterwegs, etwa eine halbe Stunde vor dem Ziel, genehmigen wir uns eine längere Pause auf einer bequemen Bank. So geniessen wir mit direktem Blick auf ein kleines hübsches Seelein die Aussicht und die Ruhe.
Die restliche Wegstrecke ist teilweise etwas steil, trotzdem meistert unsere Gruppe auch diese sehr gut. Mit Bergbahn und Bus gelangten wir schliesslich wieder zum Hotel zurück.

Montag:

Gruppe Marcel: Die Wetterprognose ist nicht gerade toll, also beschliessen wir mit einer Wanderung an der Lötschberg Südrampe unser Wetterglück zu finden. Beim Ausstieg aus dem Zug in Hohtenn ist es auch nicht so schön wie erhofft, aber schon bald können wir uns an der Wetterbesserung erfreuen. Wir kommen flott voran und bestaunen bei der ersten Pause die Aussicht auf die Walliser Viertausender. Plötzlich hat Andrea gesundheitliche Probleme und muss die Wanderleitung an Marcel übergeben. Mit Stefan bleibt sie in der Hoffnung zurück, dass es wieder besser werde. Wir haben ein riesiges Glück: Ganz in der Nähe finden wir ein geöffnetes Restaurant, um mit der Gruppe auf die Beiden zu warten. Der Gesundheitszustand von Andrea verschlechtert sich jedoch. Die Rega muss aufgeboten werden, um sie zur ärztlichen Versorgung ins Spital zu fliegen. Bruno darf mit dem Auto des Wirts ins Spital Visp fahren, um Stefan dort hin zu bringen. Nach langem Warten im schönen Garten kommt Bruno zurück zu uns, Andrea muss aber zur Untersuchung und Kontrolle im Spital bleiben. Im Wissen, dass Andrea gut versorgt ist, brechen wir mit einiger Verspätung wieder auf und geniessen das schöne Wetter und den sehr abwechslungsreichen Höhenweg, welcher teilweise den Suonen entlang führt. In Ausserberg müssen wir nur kurz auf den Zug warten, welcher uns wieder nach Kandersteg bringt.

Gruppe Mortaza: Adelboden – Engstligenalp (Rundwanderung)
Die Kabinenbahn bringt uns auf die Engstligenalp (1964 m ü. M.). Da erleben wir eine Überraschung: Von der Bergstation bis zum Restaurant ist der etwa 400 Meter lange Weg mit Schnee und Eis bedeckt. Für 4 Teilnehmer unserer Gruppe ist dieser Weg zu riskant und sie entschliessen sich, sofort wieder den Rückweg nach Adelboden anzutreten. Zusammen verbringen sie in dem hübschen Bergdorf einen tollen Tag
Der Rest der Gruppe erkämpft sich den Zugang zur Gaststätte und wärmt sich dort bei einem feinen Kaffee auf. In der Zwischenzeit schmelzen die starken Sonnenstrahlen einen grossen Teil des Schnees weg und die fröhliche Wanderschar kann ihre Winterwanderung fortsetzen.
Während des Wanderns kommen wir an einem Restaurant vorbei, aus welchem es herrlich nach feinem Fondue duftet. Einige können nicht widerstehen und treten ein. Der übrig gebliebene Rest der Gruppe vollendet schliesslich die mit Schnee bedeckte, wunderschöne Rundwanderung. Nachhause fahren wir wieder alle zusammen.

Dienstag:

Gruppe Marcel: Obwohl die Wetterprognose gut ist, fahren wir bei bedecktem Himmel zum Oeschinensee hinauf. Wenn wir schon in Kandersteg in den Ferien sind, muss man diese beeindruckende und schöne Bergwelt einfach besucht haben. Es ist recht kalt und so machen wir uns schon bald auf den Weg in Richtung Kandersteg. Wir wollen aber noch nicht ins Hotel zurück und so zweigen wir auf halber Strecke in Richtung Doldenhornhütte ab. Am Anfang ist der Bergweg steil und ruppig, dann eher flach wie ein Höhenweg und dann wieder steil hinauf. Vor der Hütte wird es wieder flacher und die Hüttenwartin und die Sonne begrüssen uns auf der Terrasse. Es ist wieder wärmer geworden, und so können wir beim Mittagessen das herrliche Panorama und einige Steinböcke und Gämsen bewundern. Wir haben es nicht eilig und darum können wir noch in Ruhe die riesigen Crémeschnitten geniessen. Der Abstieg führt anfangs auf dem gleichen Weg zurück, dann zweigen wir aber in Richtung Hotel Doldenhorn ab. Nach einem langen Abstieg mit schönen Ausblicken auf Kandersteg finden wir, dass Einkehren im historischen Restaurant Ruedihus ein Muss ist, mit der schönen Gartenwirtschaft zur Abrundung eines herrlichen Tages!  

Gruppe Anita und Marlies: Oeschinensee-Unterbergli-Oberbergli-Kandersteg
Mit den Gondeln erreichen wir gemütlich die Bergstation Oeschinen. Auf einem brei-ten Weg machen wir uns auf in Richtung Oeschinensee. Bei der Abzweigung zum Aufstieg über den Heuberg teilen wir die Gruppe auf, da der Weg etwas ausgesetzt und zu dem sehr nass und rutschig ist. Anita steigt mit ihrer Gruppe auf und wir stei-gen zuerst hinunter zum See, bevor es dann recht steil hinauf zum Unterbergli geht. Die atemberaubende Aussicht über den See, mit seinem speziellen Farbenspiel, ent-schädigt aber beide Gruppen für die Mühe. Nach einer kurzen Pause steigt der Weg nochmals heftig an und alle sind froh als die Hütte des Oberbergli erreicht ist, wo Anita schon mit ihrer Gruppe wartet. Wir geniessen zusammen die traumhafte Aus-sicht und das Picknick, bevor wir den Abstieg hinunter zum See unter die Füsse nehmen. Natürlich müssen wir beim herzigen Bergbeizli Unterbergli noch einen Halt einlegen, um für den restlichen Abstieg noch etwas die Knie zu ölen. Am Abend erreichen alle wieder zufrieden Kandersteg, die einen mit den Gondeln die anderen zu Fuss.

Gruppe Mortaza: Oeschinensee (Naturwunder der Alpen und Teil des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch)
Nach der Wanderung vom Hotel bis zur Talstation fahren wir mit den Gondeln zur Bergstation auf 1682 Meter Höhe. Ganz gemütlich spazieren wir von dort Richtung Oeschinensee. Immer wieder bewundern wir die grossartige Natur und die wunderschöne Gegend. Nach Picknick, Kaffee und Dessert im gastfreundlichen Restaurant am See teilt sich unsere Gruppe. Die eine Hälfte fuhr mit dem Elektrobus zur Bergstation zurück und die andere begab sich auf den prächtigen Panoramaweg in Richtung Underbärgli. Wir geniessen die Aussicht auf die schönen Gletscher und die zahlreichen Wasserfälle, die sich zauberhaft im tiefblauen Wasser des Sees spiegeln. So wandern wir dem Berg entgegen und kurz vor dem Restaurant Underbärgli kehren wir schliesslich um.

Mittwoch:

Alle: Besuch im Tropenhaus Frutigen
Da es schon am Morgen in Strömen regnet, entschliessen wir uns alle zusammen mit dem Bus nach Frutigen zu fahren. Nach dem Eintritt können die Teilnehmenden selbst entscheiden, ob sie mehr bei den vielen Infotafeln, den Störbecken oder doch lieber bei den tropischen Pflanzen verweilen möchten. Am Nachmittag fahren wir wieder gemeinsam nach Kandersteg zurück.

Donnerstag:

Gruppe Anita: Fafleralp-Panoramaweg-Kippel-Ferden (Lötschental)
Wir fahren durch das schöne Lötschental auf die Fafleralp. Bei stahlblauem Himmel und kühlen Temperaturen beginnt unsere Wanderung gleich mit einem Aufstieg, so dass alle bald genügend warm bekommen. Die prächtige Herbstfärbung begleitet uns den ganzen Tag. Der Blick zurück zur Lötschenlücke lässt uns immer wieder kurz anhalten, um den Anblick mit dem blauen Himmel dem weissen Gletscher und den bunt gefärbten Bäumen zu geniessen. Dieser Anblick wird sicher vielen in spezieller Erinnerung bleiben. In Weissenriet steigen wir ins Tal hinunter, um noch etwas durch die schönen und einzig artigen Dörfer zu streifen. Leider sind in Ferden, unserem Tagesziel, alle Restaurants geschlossen. Zum Glück nimmt uns ein sehr netter Postautochauffeur trotz der grossen Gruppe, eine Stunde früher als angemeldet, mit nach Goppenstein. Zurück in Kandersteg können dann alle noch den langersehnten Kaffee geniessen.

Gruppe Mortaza: Lötschental
Ab Blatten, dem höchst gelegenen Dorf im Lötschental wandern wir gemütlich der Lonza entlang durch das schöne Gebiet des herbstlichen Lötschentals. Wir bestaunen die imposante Bergkette mit dem fast 4000 Meter hohen Bietschhorn und lassen wandernd unsere Blicke schweifen, bis wir schliesslich über Wiler nach Kippel gelangen. Dort trinken wir in einem gemütlichen Restaurant einen feinen Kaffee, bevor wir wieder unsere Heimreise antreten.

Freitag:

Gruppe Marcel: Ein kalter Morgen, aber mit blauem Himmel lockt noch einmal zu einer längeren Bergtour. Mit der kleinen Seilbahn fahren wir zur Alp „Undere Allme“ hinauf. Mit dem prachtvollen Panorama vom Bunderspitz vor Augen, steigen wir motiviert auf steilem Bergpfad zum Allmenegg-Grat hinauf. Der Weg ist nass und rutschig. Es gibt einige heikle Passagen, weil das Gelände sehr steil ist. Mit der nötigen Vorsicht erreichen wir gemeinsam den Gipfel des First. Der Platz auf dem Gipfel ist genau so gross, dass wir alle sitzend das prachtvolle Panorama vom Berner Mittelland bis zu den Walliser Alpen bewundern können. Der Ausblick, wo nachher der Bergweg weiter führt, lässt mich fast etwas erschaudern. Er sieht sehr ausgesetzt aus und die Felsenpassage macht richtig Eindruck. Die Stöcke werden im Rucksack verstaut und sobald man sich am fixen Seil fast senkrecht über die Felsen quält, hat man das Gefühl, dass es doch gar nicht so schlimm ist, wie es aussieht. Immer wieder gibt es Stellen, welche die volle Aufmerksamkeit erfordern, aber schlussendlich blicken wir stolz auf die begangene Route zurück. Während dem Mittagshalt können wir noch etwas „sünnele“. Auf einem rutschigen und klebrigen Weg wandern wir durch das Glögglital zum Elsigsee und weiter zur Elsigenalp. Die wunderschöne Terrasse des Berggasthauses verlockt zum Einkehren und mit einem kühlen Bier vor den Augen können wir natürlich nicht widerstehen. Mit der Gästekarte ist der weitere Abstieg ein Kinderspiel, denn die Luftseilbahn fährt uns gratis nach Elsigbach hinunter. Noch 250 m Abstieg nach Achseten zur Postautohaltestelle hinunter und noch einmal an der wärmenden Sonne sitzen, bis das Postauto kommt. So wünscht man sich den Abschluss von einer schönen, abwechslungsreichen Wanderwoche.

Gruppe Anita: Almenalp-Alpschelehubel-Kandersteg
Nach einem 30-minütigen Fussmarsch erreichen wir die Almenalpbahn. Die kleine Gondelbahn steigt beinahe senkrecht an der Felswand hoch, bevor sie oben auf der schön gelegenen Hochalp ankommt. Es braucht mehrere Fahrten bis wir alle oben sind. Auf dem schönen Höhenweg geht es der Bergflanke entlang ins Üschinetal, einem sehr schönen langgezogenen Hochtal. Wir geniessen noch einmal das herr-lich sonnige Bergwetter bevor wir durch die wilde Alpbachschlucht hinunter ins Tal absteigen. Durch ein sehr schönes Naturschutzgebiet führt uns der Weg zurück nach Kandersteg. Ein paar entschliessen sich nochmals mit dem Allinklusive-Billette nach Oeschinen hinauf an die Sonne zu fahren, um noch die letzten Sonnenstrahlen zu tanken.

Gruppe Mortaza: Blausee
Der eine Teil unserer Gruppe fährt mit dem Bus nach Mitholz, um von dort aus bis zum Blausee zu wandern. Auf einem schönen, von der Sonne beschienenen Wanderweg spaziert die Gruppe entlang der Kander bis zum Ziel.
Der andere Teil der Gruppe fährt direkt zum Blausee. Hier trifft dann die ganze Ausflugsgesellschaft wieder zusammen. Überrascht sind wir alle von der Schönheit des Blausees; durchsichtig und kristallklar wie ein seltenes Juwel liegt er vor uns, mitten im paradiesischen Naturpark.
Nach Rundgang, Mittagessen, Bootsfahrt und Besichtigung der Fischzucht fahren wir gut gelaunt zurück zu unserem Hotel.

Abschluss:

Ich bedanke mich nochmals bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Wan-derwoche für die tolle Kameradschaft. Ein ganz spezielles Dankeschön an die ganze Gruppe, für das vorbildliche Verhalten beim Zwischenfall mit Andrea. Ihr wart einfach super! DANKE!
Andrea, du hast uns allen einen riesigen Schrecken eingejagt und wir sind einfach nur glücklich, dass alles so glimpflich abgelaufen ist. Wir wünschen dir weiterhin gute Gesundheit.                                         Marlies

2020  Naturfreunde Winterthur