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Berichte

Viel Schönes und Interessantes sehen, angemessen wandern und bereichert nach Hause zurückkehren.

Die 40 Teilnehmenden, die ich begrüssen durfte, kamen aus 7 Kantonen sowie Deutschland, also eine richtig bunte Truppe. Die Busfahrt führte ab Winterthur über St. Margrethen, Vorarlberg, Bayern und Sachsen 750 km nach Königstein, wo wir im Hotel Lindenhof erwartet wurden.

Der Sonntag galt als Schnuppertour, kennenlernen der Leistungsfähigkeit und der vielen neuen Leute. Ab Pfaffendorf wanderten wir bei schönem Wetter zum Pfaffenstein, Aufstieg auf einer Stiege durchs Nadelöhr auf den Pfaffenstein. Auf dem Plateau über Stiegen und durch Spalten zur Barbarine, eine sehr markante, 42.7 m hohe Felsnadel. Auf dem Rückweg zur Berg-gaststätte Pfaffenstein bewundern wir die bizarren Felsformationen und halten anschliessend Einkehr. Der Rückweg führt uns durch den Klammweg vorbei am Jäckelfels und um den Pfaffenstein zurück nach Pfaffendorf und nach Königstein. Alle Teilnehmenden haben den Test bestanden.

Am Montag fahren wir mit dem Bus nach Pirna, hier folgt bei schönstem Wetter auf der Elbe eine Dampfschifffahrt nach Wehlen. Eine Wanderung durch den Wehlener Grund führt zur Bastei, einem Höhepunkt in der Sächsischen Schweiz, die Felsenkulisse ist überwältigend. Mit dem Bus fahren wir weiter zur Festung Königstein: sie ist eine der grössten Bergfestungen in Europa und liegt inmitten des Elbsandsteingebirges auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein. Mit dem Lift fahren wir hoch zum 9,5 Hektar grossen Felsplateau, dieses erhebt sich 240 Meter über die Elbe und zeugt mit über 50 teilweise 400 Jahre alten Bauten vom militärischen und zivilen Leben auf der Festung. Der Wallgang der Festung ist 1800 Meter lang und hat bis zu 42 Meter hohe Mauern und Sandstein-Steilwände. Im Zentrum der Anlage befindet sich der mit 152,5 Meter tiefste Brunnen Sachsens, der bis in die 60iger Jahre die Burg mit Wasser versorgte. Nun fahren wir zurück zum Hotel.

Am Dienstag steht der Bus-Ausflug nach Dresden auf dem Programm, Beginn beim Jungen auf der Mauer (Erich Kästner) am Albertplatz in der Neustadt, wo Anne Wolf von den NF Dresden auf uns wartet. Durch die Königstrasse, vorbei an der Dreikönigskirche und dem japanischen Palais erreichen wir das Elbufer. Ein Panorama, benannt nach einem Maler, das können nicht viele Städte ihr eigen nennen. Dresden schon: Der berühmte Canaletto-Blick vom rechten Elbufer zeigt die "Silhouette der Stadt mit ihren edlen, ehrwürdigen Türmen", wie es Erich Kästner beschrieb. Über die Augustusbrücke gelangen wir in die Altstadt und zur Brühlschen Terrasse, ein kurzer Abstecher ins Albertinum, das einen Teil der Staatlichen Kunstsammlung Dresdens beherbergt. Ein Blick zur neuen Synagoge, vorbei an Stallhof, Fürstenzug und Hofkirche erreichen wir Semperoper und Zwinger. Weiter geht’s über den Postplatz zum Altmarkt, wo zur Adventszeit seit 1434 der Striezelmarkt stattfindet. Zum Abschluss besuchen wir die Kreuzkirche und können zufällig einer Konzertprobe lauschen, Siegfried und Anne haben uns kompetent durch Dresden geführt, besten Dank. Nun ist Freizeit (bei Regenschauer) bis zur Rückfahrt angesagt.

Für Mittwoch haben wir das Prebischtor auf dem Programm, dieses grösste natürliche Felsentor in Europa gilt als Wahrzeichen für den Nationalpark Böhmische Schweiz. Mit dem Bus fahren wir über Bad Schandau – Schmilka – Hřensko (Herrnskretschen) zum Ausgangpunkt Bushaltestelle Pravčická brána an der Strasse nach Mezni Louka. Das Wetter ist unsicher und recht kühl, auf gutem Weg geht’s bergan. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichen wir unser erstes Ziel, das Prebistor. Ein imposantes Gebilde, wenn man als kleiner Mensch darunter steht. Über Treppen gelangt man auf Aussichtskanzeln, die tolle Blicke auf das Felsentor ermöglichen, auch wenn Schneeflocken die Sicht behindern. Zeitweise bei Nieselregen geht’s weiter am Fusse von Sandsteinfelsen auf dem Gabrielensteig in östlicher Richtung. Die imposanten Felsgebilde bringen uns immer wieder zum Staunen. Nach zweieinhalb Stunden erreichen wir Mezni Louka (Rainwiese), wo Mittagessen angesagt ist, der absolute Renner ist Apfelstrudel mit Sahne. Der Regen wird intensiver, so verzichten wir auf die Kahnfahrt durch die Wilde und Stille Klamm und besteigen unseren Bus zur Rückfahrt.

Am Donnerstag fahren wir mit dem Bus in die Lausitz nach Bautzen (Budyšin), in die über 1000 jährige Stadt der Türme und Sorben. Obwohl in der Stadt selbst nur eine sorbische Minderheit von 5 bis 10 % der Bevölkerung wohnt, ist sie das politische und kulturelle Zentrum der Sorben. Mit zwei Stadtführern begeben wir uns auf Erkundungstour und beginnen am Kornmarkt beim Reichenturm (einer von 17 Türmen), dieser war Teil der ehemaligen Stadtbefestigung. Er befindet sich am östlichen Rand der Altstadt und bildet den Abschluss der Reichenstrasse, die prunkvolle, barocke Bürgerhäuser aufweist. Beim Rathausplatz erfahren wir einiges über die Stadt und deren Entstehung und dass Napoleon I von hier das Schlachtfeld beobachtete. Der Dom St. Petri ist eine Simultankirche, aber durch einen Eisenzaun aufgeteilt, heute stehen die Tore offen. Weiter geht’s zum Domstift mit Schatzkammer, dem Matthiasturm und das Hofrichterhaus. Später sehen wir die alte Wasserkunst (Turm mit mechanischem Wasser-Hebewerk), am Schluss kommen wir am Senfladen vorbei und beenden den Rundgang beim Rathausplatz. Nach individuellem Mittagessen und Freizeit treten wir die Rückfahrt an.

Und schon ist Freitag – unser letzter Wandertag, wir starten zur „Königsetappe“. Mit dem Bus fahren wir zum Ausgangspunkt, dem Personenaufzug Bad Schandau, der 1904 errichtete Personenaufzug, der von Bad Schandau auf die Ostrauer Scheibe führt. Der Personenaufzug ähnelt sehr dem 1903 bis 1905 erbauten Hammetschwand-Lift in der Schweiz. Über die Ebenheit gelangen wir an den Schweizerhäusern vorbei in den Forst der Schrammsteine, der Weg führt ohne grosse Steigung zum Grossen Schrammtor. Hier beginnt die eigentliche Tour, im Führer ist zu lesen: Mittelschwere Wanderung, gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege, Trittsicherheit erforderlich. Zwischen hohen Felsen steigen wir die ersten Stiegen hoch, bevor weitere Eisenleitern über den Wildschützenweg zur Schrammsteinaussicht hinauf führen. Hier halten wir Mittagsrast und stärken uns für das Kommende! Und dieses hat es in sich, Stufen und nochmals Stufen, einmal aus Sandstein ein ander Mal aus Metall, einmal hinauf und dann wieder hinunter, immer auf dem Gratweg. Unsere grosse Gruppe benötigt mehr Zeit als vorgesehen, so dass wir auf den Grossen Winterberg verzichten und eine Abkürzung über die Heilige Stiege wählen. Nach 5 ½ Wanderstunden und über 2000 Stufen erreichen wir Schmilka  an der Tschechischen Grenze. Hier wartet unser Bus und bringt uns zurück zum Hotel in Königstein.         
Beim Abendessen werden Siegfried und Ute für ihre Einsätze verdankt, dasselbe geschieht für das Hotelpersonal, welches uns bestens betreute, allen herzlichen Dank.

Samstag und Abschied nehmen, nach einem Erinnerungsfoto fahren wir los, ab Pirna auf der Autobahn, vorbei an Dresden fahren wir westwärts auf bekanntem Weg durch ganz Sachsen. Kurz nach Bamberg verlassen wir die Autobahn und fahren quer durch die Landschaft auf die Autobahn A 3. Bei Würzburg stecken wir plötzlich in einem Stau, glücklicherweise können wir bei der nächsten Ausfahrt diesen umfahren und so zur A 81 gelangen. Dieser folgen wir über Stuttgart bis Singen, wo in der Raststätte Hegau der letzte Pflichthalt eingelegt wird. Vor der Abfahrt danken wir unserem Fahrer Werni Duss herzlich für die gute und sichere Fahrt und erreichen kurz nach 19 Uhr unser Ziel Winterthur.

Allen Reiseteilnehmerinnen und Reiseteilnehmern ein herzliches Dankeschön für die tolle Kameradschaft und das erfahrene Vertrauen.

 

Mit naturfreundlichen Grüssen, der Reiseleiter Fritz Renold

 

Und schon ist Freitag – unser letzter Wandertag, wir starten zur „Königsetappe“. Mit dem Bus fahren wir zum Ausgangspunkt, dem Personenaufzug Bad Schandau, der 1904 errichtete Personenaufzug, der von Bad Schandau auf die Ostrauer Scheibe führt. Der Personenaufzug ähnelt sehr dem 1903 bis 1905 erbauten Hammetschwand-Lift in der Schweiz. Über die Ebenheit gelangen wir an den Schweizerhäusern vorbei in den Forst der Schrammsteine, der Weg führt ohne grosse Steigung zum Grossen Schrammtor. Hier beginnt die eigentliche Tour, im Führer ist zu lesen: Mittelschwere Wanderung, gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege, Trittsicherheit erforderlich. Zwischen hohen Felsen steigen wir die ersten Stiegen hoch, bevor weitere Eisenleitern über den Wildschützenweg zur Schrammsteinaussicht hinauf führen. Hier halten wir Mittagsrast und stärken uns für das Kommende! Und dieses hat es in sich, Stufen und nochmals Stufen, einmal aus Sandstein ein ander Mal aus Metall, einmal hinauf und dann wieder hinunter, immer auf dem Gratweg. Unsere grosse Gruppe benötigt mehr Zeit als vorgesehen, so dass wir auf den Grossen Winterberg verzichten und eine Abkürzung über die Heilige Stiege wählen. Nach 5 ½ Wanderstunden und über 2000 Stufen erreichen wir Schmilka  an der Tschechischen Grenze. Hier wartet unser Bus und bringt uns zurück zum Hotel in Königstein.         
Beim Abendessen werden Siegfried und Ute für ihre Einsätze verdankt, dasselbe geschieht für das Hotelpersonal, welches uns bestens betreute, allen herzlichen Dank.

2019  Naturfreunde Winterthur