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Berichte

Auf den sonnigen Zinnen des MUNOT widmen wir uns gestärkt durch Mortazas Apéro den interessanten Ausführungen von Günter. Er erzählt uns anschaulich die Geschichte seiner Heimatstadt Schaffhausen, gespickt mit Jahreszahlen und wissenswerten Begebenheiten. So z.B. der Grossbrand von 1372 oder die Bombardierung vom 1. April 1944. Auch über das Wahrzeichen Schaffhausens weiss er viel zu erzählen. In 25jähriger Bauzeit, 1564-1589, ist die Festung erstellt worden. Anfangs des 19. Jahrhunderts schien das Ende der Festung besiegelt und nur durch die Initiative von Johann Beck wurde der Munot vor dem endgültigen Zerfall gerettet. Der Munotverein veranstaltet hier viele Anlässe so u.a. die traditionellen Munot-Bälle. Günter zeigt uns sogar die vorgeschriebenen Schritte zum Gesellschaftstanz Quadrille oder Française genannt. Nach der herrlichen Aussicht steigen wir hinab in die Stadt. Günter führt uns durch die malerischen Gassen und erklärt uns die Bedeutung der schmucken Häuser. Ueber jede Stilrichtung weiss er Bescheid sowie über die anspruchsvollen Renovationsarbeiten. Wir hätten noch viele Fragen, doch am Busbahnhof steht der Bus für die Fahrt über Land nach Dörflingen bereit. Die kurze Wanderung führt uns zum Rheinufer, es ist Zeit für das Picknick.

Auf einem bequemen Weg führt uns Mortaza den Fluss entlang. Wir beobachten die eleganten, zum Teil nistenden Schwäne und ab und zu fährt ein Schiff vorbei. Die imposante Holzbrücke nach Diessenhofen lassen wir rechts liegen und wandern weiter für eine Erfrischung im Restaurant des Rheinuferparks Gailingen. Den krönenden Abschluss bietet der Heimweg durch das Städtchen Diessenhofen mit seinen intakten Stadtmauern und schönen Fachwerkhäusern.

Herzlichen Dank an Günter für die lehrreiche Stadtführung und Mortaza für den Apéro und die erholsame Wanderung in der herrlichen Frühlingsnatur. Kultur und Wanderung lassen sich gut verbinden und fördern den Sozialkontakt. Mit diesem Angebot sind auch Teilnehmende mitgekommen, denen die Kraft für einen ganzen Tagesausflug fehlt.

22.April 2018/Ruth Tschudi

2019  Naturfreunde Winterthur