background

Berichte

Mit Zug und Postauto reisten wir gemütlich von Winterthur über Marthalen nach Trüllikon. Ein paar Schritte von der Haltestelle, direkt am Dorfeingang, steht die recht eindrückliche Weinlandmühle. Wir wurden von Peter und Renate Glanzmann begrüsst und durften dann in zwei Gruppen unter fachkundiger Führung die Mühle besichtigen.

Es sind viele Schritte nötig bis das produzierte Tierfutter lose in Lastwagen gefüllt und an Bauern in der Ostschweiz verteilt oder abgesackt zum Verkauf bereit ist. Getreide und Restprodukte aus der Lebensmittelproduktion aus der Region und aus dem nahen Ausland werden per LKW angeliefert und in die 20 m hohen Silos gebracht. In der Rösterei werden z.B. Leinsamen bei ca. 800 °C aufbereitet. Es werden Raufutter-Würfel für Mastschweine hergestellt, Getreide zu Flocken gewalzt, Pellets gepresst, Futtermittel abgesackt und zugenäht. In langen Rohren, die durch mehrere Stockwerke führen, werden die verschiedenen Rohstoffe befördert und gemischt. Über Nacht läuft die Mühle im Alleingang weiter und bereitet die Produkte für die Auslieferung am andern Tag vor. Überall hört man Lüfter, die Getreide trocknen oder fertig gepresste Pellets kühlen, Getreide rauscht durch die Rohre, es wird gemahlen, gepresst und gestampft. Der Geruch von verschiedenen Tierfuttern begleitet uns von Raum zu Raum.

Stockwerk für Stockwerk steigen wir im Mühlenturm hoch. Zuoberst auf 20 Metern über Boden erwartet uns zum Abschluss zuerst der Blick ins Innere eines leeren Silos und dann ein reichhaltiger Apero, spendiert von Glanzmanns. Auf den Heimweg werden alle Teilnehmer noch mit Hunde- und Katzenfutter eingedeckt.

Um viele Eindrücke reicher, heisst es Abschied nehmen. Gerne hätten wir noch lange weiter geplaudert und Fragen gestellt. Herzlichen Dank an Familie Glanzmann für diese sehr interessante Führung durch die Weinlandmühle.

                                                                                   Andrea Schwengeler

2019  Naturfreunde Winterthur