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Berichte

 

Im Zusammenhang mit dem Projekt „zäme durestarte“ vom Kantonalverband Zürich, lud die Sektion Senioren Zürich zur Wanderung mit anschliessender Lesung aus dem Krimi „Fusslos“ ein.

Zehn Mitglieder aus Winterthur hatten sich für eine der drei Wandervarianten angemeldet. Die Wanderleiterin Margret Schmid, begrüsste die rund 20 Teilnehmer an der Postautohaltestelle in Agasul zur dreistündigen Wanderung. Besonders erwähnt wurde unsere Hundedame „Elva“, denn die Senioren Zürich nehmen in der Regel keine Hunde mit auf ihre Wanderungen und das bleibe auch so. Es sei eine Stärke der Naturfreunde, dass jede Sektion eigene Regeln habe und so auch jedes Mitglied die passende Sektion findet.

Die Wanderung führte abwechslungsreich durch Feld und Wald über die herrliche Ebene Richtung Kyburg. Elva rannte wie gewohnt vorne weg und hatte mit ihrer freundlichen, feinen Art schon bald viele Teilnehmer im Sack. In den Pausen holte sie sich da und dort ihre Streicheleinheiten ab und wurde mit lobenden Worten überschüttet (das tut doch nicht nur der Hundeseele gut).

In Kyburg verteilten wir uns zur kurzen Mittagsrast und erwarteten die zweite Gruppe, die mit uns weiter wanderte. Margret wusste einiges zur Geschichte der Kyburg zu berichten, bevor wir bei strahlendem Sonnenschein die Kyburg verliessen und ins Tösstal hinunter wanderten. Kurz vor dem zum Teil steilen Abstieg, erheiterte Stefan Schwengeler die Gruppe mit dem Gedicht „Ritter Fips und sein anderes Ende“ von Heinz Erhardt. Immer wieder gab es Gelegenheiten in die Ferne zu schauen. Leider war es diesig und etwas wolkenverhangen, so dass man den Säntis nur schwach erahnen konnte. Trotzdem nahmen wir die restliche Wanderung von Kollbrunn der Töss entlang bis zur alten Spinnerei gegenüber der Pfannenfabrik Kuhn in Rikon kurzärmlig unter die Füsse.

Im zweiten Stock der alten Spinnerei betraten über 60 Teilnehmer den Raum der Tibeter wo nun die Lesung aus dem Krimi „Fusslos“ stattfand. Der Raum war passend gewählt von Roswitha Kuhn, der Buchautorin. So spielen doch alle drei bisherig erschienenen Tösstal-Krimis auch in der Gegend von Rikon. Zur Einstimmung las Egon Fässler, professioneller Leser bei SRF, zwei kurze Texte aus den ersten beiden Krimis und dann durften wir im jüngsten Buch „Fusslos“ in mehrere Szenen hineinhören. Roswitha Kuhn und Egon Fässler hatten die Texte sorgfältig ausgewählt, sie zogen einen sofort in den Bann und machten Lust auf mehr – ohne aber nur im Geringsten zu verraten, wer denn der Mörder wohl sein könnte.

Elva verschlief diesen Teil der Veranstaltung. Einzig als Egon Fässler in einer aufregenden, gefährlichen Szene auf Sternenberg seine Stimme laut werden liess, hob Elva ihren Kopf, schaute nach vorn, merkte: „das geht mich nichts an…“ und rollte sich gleich wieder zusammen um weiterzuschlafen. Im Anschluss an die Lesung hatte man die Gelegenheit Bücher zu kaufen und signieren zu lassen, ein paar Worte mit Roswitha Kuhn zu wechseln und beim Apero, der durch den Kantonalverband Zürich finanziert war, konnte man den Anlass ausklingen lassen.

Ein herzliches Dankeschön an Ruth Walcker und Catherine Götz, die diesen Anlass organisiert hatten und natürlich auch an Margret Schmid, die uns professionell durch den Tag geleitet hatte.

Auf dem Heimweg entschieden wir Winterthurer Naturfreunde spontan, gemeinsam im Restaurant Wisent einzukehren fürs Abendessen. Eine tolle Idee, mit der auch gleich ein Inserent unseres Berg frei berücksichtigt werden konnte.                                                                                                                                                            Andrea Schwengeler

2019  Naturfreunde Winterthur